Europäischer Filmpreis 2026: Alle Nominierungen enthüllt

Europäischer Filmpreis 2026: Alle Nominierungen enthüllt

Die European Film Academy (EFA) hat am Dienstag die mit Spannung erwarteten Nominierungen für den Europäischer Filmpreis 2026 bekannt gegeben. Diese Auszeichnungen gelten als die höchste paneuropäische Ehrung für herausragende Leistungen im Filmbereich und ziehen die Aufmerksamkeit der gesamten Branche auf sich. Welche Filme, Regisseure und Schauspieler dürfen sich Hoffnungen auf die begehrten Trophäen machen?

Die Top-Kandidaten für den Besten Europäischen Spielfilm

Im Rennen um die Auszeichnung als Bester Europäischer Spielfilm stehen dieses Jahr mehrere bemerkenswerte Werke. Dazu gehören Joachim Triers norwegisches Melodram "Sentimental Value", Jafar Panahis mit der Goldenen Palme ausgezeichneter iranischer Thriller "It Was Just an Accident" und Olivier Laxes postapokalyptischer Roadmovie "Sirāt". Ebenfalls nominiert sind Mascha Schilinskis generationsübergreifender deutscher Historienfilm "Sound of Falling" und Kaouther Ben Hanías erschütterndes Gaza-Drama "The Voice of Hind Rajab". Diese Auswahl spiegelt die Vielfalt und Qualität der europäischen Filmkunst wider.

Makale görseli

Auch in der Kategorie Beste Regie treten namhafte Filmemacher an. Yorgos Lanthimos ist für seinen Film "Bugonia" mit Emma Stone und Jessie Plemons nominiert. Er konkurriert mit Olivier Laxe für "Sirāt", Jafar Panahi für "It Was Just an Accident", Mascha Schilinski für "Sound of Falling" und Joachim Trier für "Sentimental Value". Panahi erhielt zudem eine Nominierung für das Beste Europäische Drehbuch für "It Was Just an Accident". Laxe und sein Co-Autor Santiago Fillol sind ebenfalls in dieser Kategorie nominiert, ebenso wie Schilinski und Louise Peter für "Sound of Falling", Trier und Eskil Vogt für "Sentimental Value" sowie Paolo Sorrentino für "La Grazia".

Herausragende Darsteller und die Favoriten im Überblick

Die Liste der Nominierten für die Beste Europäische Schauspielerin umfasst Renate Reinsve ("Sentimental Value"), Leonie Benesch ("Late Shift"), Valeria Bruni Tedeschi ("Duse"), Léa Drucker ("Case 137") und Vicky Krieps ("Love Me Tender"). Bei den männlichen Darstellern sind Sergi López für "Sirāt", Mads Mikkelsen für "The Last Viking", Toni Servillo für "La Grazia", Stellan Skarsgård für "Sentimental Value" und Idan Weiss für "Franz" nominiert. Es ist wichtig zu beachten, dass amerikanische Darsteller wie Emma Stone und Jessie Plemons, obwohl in nominierten Filmen präsent, nicht für die EFAs nominiert werden können.

Joachim Triers "Sentimental Value" hat mit insgesamt fünf Nominierungen in den Top-Kategorien einen leichten Vorsprung. Dicht gefolgt wird er von Laxes "Sirāt" mit vier Nominierungen für Besten Film, Regie, Darsteller und Drehbuch. "It Was Just an Accident" und "Sound of Falling" erhielten jeweils drei Nominierungen. Diese Filme dürften bei der Preisverleihung besonders im Fokus stehen.

Weitere Kategorien und die feierliche Zeremonie für den Europäischer Filmpreis 2026

Die European Film Awards umfassen auch Nominierungen für Dokumentar- und Animationsfilme. Zu den Dokumentarfilm-Anwärtern gehören "Afternoons of Solitude", "Fiume o Morte!", "Riefenstahl", "Songs of Slow Burning Earth" und "With Hasan in Gaza". Die 2026 nominierten Animationsfilme sind "Arco", "Dog of God", "Little Amelie", "Olivia and the Invisible Earthquake" und "Tales From the Magic Garden".

In der Kategorie "European Discovery", die aufstrebende junge Filmemacher ehrt, sind Urška Djukić für "Little Trouble Girls", Akinola Davies Jr. für "My Father’s Shadow", Laura Carreira für "On Falling", Murat Fıratoğlu für "One of Those Days When Hemme Dies", Mathias Broe für "Sauna" und Mara Tamkovich für "Under the Grey Sky" nominiert. Für den "European Young Audience Award" wurden Bienvenus "Arco", Nóra Lakos' "I Accidentally Wrote a Book" und Greta Scaranos "Siblings" ausgewählt.

Die Bekanntgabe der Nominierungen erfolgte vor einem Live-Publikum im ikonischen Real Alcázar Palast im Rahmen des Sevilla European Film Festivals. Die Gewinner des 38. Europäischer Filmpreis 2026 werden bei einer feierlichen Gala-Zeremonie am 17. Januar 2026 in Berlin verkündet. Die Akademie hat den Termin strategisch von Ende des Jahres auf Mitte Januar verschoben, um die EFAs als wichtigen Bestandteil der internationalen Award-Saison zu positionieren und als Vorboten für die Baftas und die Oscars zu etablieren. Tatsächlich gelten viele der diesjährigen EFA-Nominierten, darunter "Sentimental Value", "Bugonia", "It Was Just an Accident", "Sirāt" und "Sound of Falling", bereits als Oscar-Favoriten.

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Sonderauszeichnungen für Filmlegenden

Im Rahmen der diesjährigen EFAs wird Liv Ullmann, die zweifach Oscar-nominierte norwegische Schauspielerin und Regisseurin, bekannt für Klassiker wie "Schreie und Flüstern" und "Szenen einer Ehe" aus den 1970er Jahren, mit einem Lebenswerk-Ehrenpreis ausgezeichnet. Alice Rohrwacher, die italienische Regisseurin von Filmen wie "La Chimera", "Futura" und "Glücklich wie Lazzaro", erhält den "European Achievement in World Cinema Award". Diese Ehrungen unterstreichen die Bedeutung ihrer Beiträge zur globalen Filmwelt.

Alle Nominierungen für den Europäischer Filmpreis 2026 im Überblick

EUROPÄISCHER FILM

  • "Afternoons of Solitude", Regie: Albert Serra
  • "Arco", Regie: Ugo Bienvenu
  • "Dog of God", Regie: Raitis Ābele und Lauris Ābele
  • "Fiume o Morte!", Regie: Igor Bezinović
  • "It Was Just an Accident", Regie: Jafar Panahi
  • "Little Amelie", Regie: Maïlys Vallade und Liane-Cho Han
  • "Olivia and the Invisible Earthquake", Regie: Irene Iborra Rizo
  • "Riefenstahl", Regie: Andres Veiel
  • "Sentimental Value", Regie: Joachim Trier
  • "Sirāt", Regie: Oliver Laxe
  • "Songs of Slow Burning Earth", Regie: Olha Zhurba
  • "Sound of Falling", Regie: Mascha Schilinski
  • "Tales From the Magic Garden", Regie: David Súkup, Patrik Pašš, Leon Vidmar und Jean-Claude Rozec
  • "The Voice of Hind Rajab", Regie: Kaouther Ben Hania
  • "With Hasan in Gaza", Regie: Kamal Aljafari

EUROPÄISCHER DOKUMENTARFILM

  • "Afternoons of Solitude", Regie: Albert Serra
  • "Fiume o Morte!", Regie: Igor Bezinović
  • "Riefenstahl", Regie: Andres Veiel
  • "Songs of Slow Burning Earth", Regie: Olha Zhurba
  • "With Hasan in Gaza", Regie: Kamal Aljafari

EUROPÄISCHER ANIMATIONSFILM

  • "Arco", Regie: Ugo Bienvenu
  • "Dog of God", Regie: Raitis Ābele und Lauris Ābele
  • "Little Amelie", Regie: Maïlys Vallade und Liane-Cho Han
  • "Olivia and the Invisible Earthquake", Regie: Irene Iborra Rizo
  • "Tales From the Magic Garden", Regie: David Súkup, Patrik Pašš, Leon Vidmar und Jean-Claude Rozec

EUROPÄISCHE REGIE

  • Yorgos Lanthimos für "Bugonia"
  • Oliver Laxe für "Sirāt"
  • Jafar Panahi für "It Was Just an Accident"
  • Mascha Schilinski für "Sound of Falling"
  • Joachim Trier für "Sentimental Value"

EUROPÄISCHE SCHAUSPIELERIN

  • Leonie Benesch für "Late Shift"
  • Valeria Bruni Tedeschi für "Duse"
  • Léa Drucker für "Case 137"
  • Vicky Krieps für "Love Me Tender"
  • Renate Reinsve für "Sentimental Value"

EUROPÄISCHER SCHAUSPIELER

  • Sergi López für "Sirāt"
  • Mads Mikkelsen für "The Last Viking"
  • Toni Servillo für "La Grazia"
  • Stellan Skarsgård für "Sentimental Value"
  • Idan Weiss für "Franz"

EUROPÄISCHES DREHBUCH

  • Santiago Fillol und Oliver Laxe für "Sirāt"
  • Jafar Panahi für "It Was Just an Accident"
  • Mascha Schilinski und Louise Peter für "Sound of Falling"
  • Paolo Sorrentino für "La Grazia"
  • Eskil Vogt und Joachim Trier für "Sentimental Value"

EUROPEAN DISCOVERY – PRIX FIPRESCI

  • "Little Trouble Girls", Regie: Urška Djukić
  • "My Father’s Shadow", Regie: Akinola Davies Jr
  • "On Falling", Regie: Laura Carreira
  • "One of Those Days When Hemme Dies", Regie: Murat Fıratoğlu
  • "Sauna", Regie: Mathias Broe
  • "Under the Grey Sky", Regie: Mara Tamkovich

EUROPEAN YOUNG AUDIENCE AWARD

  • "Arco", Regie: Ugo Bienvenu
  • "I Accidentally Wrote a Book", Regie: Nóra Lakos
  • "Siblings", Regie: Greta Scarano

Die Nominierungen für den Europäischer Filmpreis 2026 versprechen ein spannendes Rennen und unterstreichen einmal mehr die künstlerische Vitalität des europäischen Kinos. Filmfans dürfen sich auf eine unvergessliche Gala freuen, bei der die Besten der Besten gefeiert werden.

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