Die Besetzung von Glen Powell in The Running Man, der mit Spannung erwarteten Neuverfilmung von Stephen Kings Klassiker, war alles andere als gewöhnlich. Tatsächlich musste Regisseur Edgar Wright einen ungewöhnlichen Schritt unternehmen, um die Zustimmung des legendären Autors selbst zu erhalten: Er ließ Stephen King den Film „Hit Man“ mit Powell in der Hauptrolle ansehen. Dieser Schachzug verdeutlicht nicht nur Powells beeindruckende Vielseitigkeit, sondern auch, wie eine scheinbar unzusammenhängende Rolle den Weg für eine ikonische King-Adaption ebnen konnte.

Glen Powell zählt zweifellos zu den Schauspielern, die aktuell den größten Aufschwung erleben. Seit seinem Durchbruch in „Top Gun: Maverick“ im Jahr 2022 hat Powell in einigen der meistdiskutierten und kommerziell erfolgreichen Filmen mitgespielt, darunter „Wo die Lüge hinfällt“ und „Twisters“, sowie einen Ausflug ins Fernsehen mit „Chad Powers“ unternommen. Mit seiner Rolle in „The Running Man“ reiht sich Powell in eine lange Liste von Darstellern ein, die bereits in einer Stephen King Verfilmung mitgewirkt haben – eine Liste, die gefühlt die Hälfte Hollywoods umfasst.
Der unerwartete Weg zur Zustimmung: „Hit Man“ als Schlüssel
Doch diese lange Liste an Namen bedeutet keineswegs, dass King seine Charaktere jedem überlässt. Tatsächlich erteilte Stephen King seine Zustimmung für Powells Beteiligung erst, nachdem er einen von Powells oft unterschätzten Filmen gesehen hatte: „Hit Man“. Auf den ersten Blick mag dieser Film keine offensichtliche Verbindung zu „The Running Man“ aufweisen, doch er zeigte genau, warum Powell die ideale Wahl für die neue Adaption von Kings Werk war.
Worum geht es in „Hit Man“?
Wie bereits erwähnt, könnte die Prämisse von „Hit Man“ nicht weiter von „The Running Man“ entfernt sein. Statt einer dystopischen Welt, in der eine brutale Spielshow Teilnehmer jagen und aufzeichnen lässt, ist „Hit Man“ eine bodenständige Komödie, die sich über die absurderen Aspekte von Actionfilmen lustig macht. Glen Powells Charakter Gary wird von der Gesellschaft als Verlierer angesehen; er ist sowohl Lehrer als auch Teilzeitassistent der Polizei bei verdeckten Überwachungen.
Als einer der Undercover-Beamten, Jasper (Austin Amelio), suspendiert wird, muss Gary ihn als vorgeblicher Auftragsmörder ersetzen, der Geständnisse von potenziellen Arbeitgebern seiner Dienste einholt. Unter dem Deckmantel von Ron trifft Gary eine Frau namens Madison (Adria Arjona), die ihren Ehemann ermorden lassen möchte. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Verbindung, die Gary in ein komplexes Versteckspiel zwischen Madison und der Polizei verstrickt. „Hit Man“ handelt im Kern davon, ob sich jemand wirklich ändern kann.
Die Entwicklung, die Powell als Gary durchläuft, ist beeindruckend, da Gary langsam immer mehr von Rons Persönlichkeit annimmt. Gleichzeitig kommentiert „Hit Man“, wie zu viel Veränderung dazu führen kann, dass man einen Teil seiner selbst verliert und möglicherweise korrumpiert wird.
Stephen Kings Urteil: „Hit Man“ als Beweis für Glen Powell
Da „Hit Man“ zu Glen Powells weniger bekannten Filmen zählt, mag es ihn überrascht haben, dass Stephen King seine Zustimmung für Powells Besetzung darauf basieren würde. Doch genau das geschah. Während der New York Comic-Con erklärte Powell über People, dass Regisseur Edgar Wright ihm den Film angeboten habe, und er sofort zugesagt hätte. Der Druck, eine Adaption des legendären Autors umzusetzen, ist an sich schon groß, aber Wright erhöhte die Spannung, indem er Powell erst später mitteilte: „Übrigens, du musst von Stephen King genehmigt werden. Er wird heute Abend 'Hit Man' sehen.“
Powell beschrieb das Gefühl als „schrecklich“, und es ist leicht nachzuvollziehen, warum. Vielleicht ist es ein Zeichen dafür, wie sehr Wright an den „Wo die Lüge hinfällt“-Star glaubte, dass er seine Hoffnungen weckte und ihn dann mit solcher Angst erfüllte. Wenn dem so ist, war „Hit Man“ zumindest der perfekte Film, damit King Powell genehmigen konnte.
Parallelen zwischen Gary in „Hit Man“ und Ben Richards in „The Running Man“
Obwohl „Hit Man“ nicht so manisch ist wie „The Running Man“, zeigt Powells Rolle seine Fähigkeit, einen Mann darzustellen, der sich langsam der Gewalt hingibt. Am Ende des Films hat Gary seine Fähigkeit zu lügen und zu morden akzeptiert und das Leben ergriffen, das er sich wünscht. Dies ähnelt der Art und Weise, wie Ben in „The Running Man“ versucht, die Spielshow zu gewinnen, um seine Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Powells Gary lebt in der zweiten Hälfte des Films in einem Zustand der Paranoia, wechselt zwischen Verzweiflung und dem Charisma, das das Publikum von ihm gewohnt ist.

Dabei spiegeln sich die ständigen Bedrohungen wider, denen Powells Charakter in „The Running Man“ jederzeit ausgesetzt sein könnte. Edgar Wrights Vertrauen in Glen Powell hat sich letztendlich als richtig erwiesen. Nicht nur Stephen King gab seinen Segen, sondern Powells Performance in „The Running Man“ hat sowohl beim Publikum als auch bei Kritikern Lob erhalten.
„Hit Man“ mag nicht der erste Film sein, der einem bei der Durchsicht von Powells Filmografie in den Sinn kommt, aber das bedeutet nicht, dass er Ihre Aufmerksamkeit nicht verdient. Der Film ist auf Netflix verfügbar und eignet sich perfekt für einen Filmabend. Es ist faszinierend zu sehen, wie eine solche Rolle den Weg für Glen Powell in The Running Man ebnen konnte und seine Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellte.
„Hit Man“
- Bewertung: R
- Genre: Komödie, Romanze, Krimi
- Veröffentlichungsdatum: 24. Mai 2024
- Laufzeit: 116 Minuten
- Regie: Richard Linklater
- Autoren: Richard Linklater, Glen Powell
- Produzenten: Jason Bateman, John Sloss, Julie Goldstein, Steve Barnett, Stuart Ford, Glen Powell, Michael Costigan, Alan Powell, Shivani Rawat, Mike Blizzard, Miguel Palos, Vicky Patel, Megan Creydt, Scott Brown
- Besetzung: Glen Powell (Gary Johnson), Adria Arjona (Madison Figueroa Masters)
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