Das lang erwartete Science-Fiction-Sequel Star Trek 4 mit Chris Pine, das seit neun Jahren von Rückschlägen geplagt wird, scheint nun sein endgültiges Ende gefunden zu haben. Seit 2016 warten Fans der alternativen Enterprise-Crew, bekannt als Kelvin-Timeline, ungeduldig auf eine Fortsetzung ihrer Abenteuer. Doch nach zahlreichen gescheiterten Versuchen verdichten sich die Anzeichen, dass dieses Filmprojekt nicht mehr realisiert wird.
Das Schicksal von Star Trek 4: Kein Kinostart in Sicht
Die vierte Verfilmung der Kelvin-Zeitlinie besitzt derzeit kein offizielles Startdatum. Frühere Ankündigungen für einen Kinostart sind längst verstrichen, was die Hoffnungen der Trekkies dämpft. Ohne eine überraschende Wendung ist eine Veröffentlichung vor 2028 unwahrscheinlich, wenn überhaupt. Trotz der Fusion von Paramount und Skydance, die David Ellison, einen bekennenden Trekkie, an die Spitze von Paramount brachte, kam die erhoffte Bewegung für das Projekt nicht zustande.
Im November 2025 folgte dann die große Enttäuschung: Berichte deuten darauf hin, dass Paramount die Produktion eines weiteren Films mit Chris Pine und der bekannten Crew eingestellt hat. Das ambitionierte Filmprojekt scheint damit endgültig begraben zu sein. Ein anderer Star Trek-Film, "Star Trek: Section 31" mit Michelle Yeoh, der tiefer in die Vergangenheit des Franchises blickt, wurde indes als Streaming-Titel veröffentlicht, erhielt jedoch von Kritikern eine sehr schlechte Bewertung.

Kein offizieller Titel und die geheime Handlung von Star Trek 4
Bislang gibt es keinen offiziellen Titel für die Fortsetzung der Kelvin-Timeline. Es wird angenommen, dass "Star Trek 4" lediglich ein numerischer Arbeitstitel war. Dies liegt auch daran, dass viele Trekkies bei der Erwähnung von "Star Trek 4" sofort an den Klassiker "Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart" denken. Die vorherigen Filme der Reboot-Reihe trugen ebenfalls keine Zahlen im Titel, sondern wurden als "Star Trek" (2009), "Star Trek Into Darkness" (2013) und "Star Trek Beyond" (2016) bekannt.
Die genaue Handlung für Star Trek 4 wird von Paramount noch streng geheim gehalten. Es war jedoch geplant, dass dieser vierte Film das letzte Abenteuer der alternativen Crew des Raumschiffs Enterprise darstellen sollte. Ob wir noch einen klassischen Konflikt mit den Klingonen oder eine packende Zeitreisegeschichte erleben würden, bleibt Spekulation.
Schauspieler Chris Pine äußerte sich 2024 bei einem Panel-Auftritt kritisch. Er plädierte für kleinere Star Trek-Filme mit überschaubarem Budget und einer starken Story, die gezielt für die wahren Fans des Franchises konzipiert sind. Pine betonte: „Ich bin es leid zu versuchen, es Leuten recht zu machen, die nicht sehen wollen, was wir machen.“ Er würde sogar eine Rückkehr zum Filmdreh auf analogem Material anstelle von digitaler Produktion bevorzugen.
Die Crew und Kreativen hinter Star Trek 4
Bisher gibt es keine offiziellen Bestätigungen bezüglich der Besetzung für Star Trek 4. Es wurde jedoch erwartet, dass die Hauptdarsteller der USS Enterprise-Crew für das Sci-Fi-Sequel zurückkehren würden:
- Chris Pine als Captain James T. Kirk
- Zachary Quinto als Mr. Spock
- Zoe Saldana als Lieutenant Uhura
- Karl Urban als Dr. McCoy
- John Cho als Lieutenant Sulu
- Simon Pegg als Scotty
Eine traurige Ausnahme bildet Anton Yelchin, der als Pavel Chekov nicht mehr dabei sein kann. Der Schauspieler verstarb tragischerweise kurz vor dem Kinostart von "Star Trek Beyond". Für das Drehbuch zu Star Trek 4 war zuletzt Steve Yockey im Gespräch, doch die Position des Regisseurs blieb unbesetzt oder wechselte mehrfach. Die Produktion sollte wie gewohnt von Paramount und J.J. Abrams' Produktionsfirma Bad Robot übernommen werden.

Vier gescheiterte Visionen für Star Trek 4
Die Liste der verworfenen Pläne für die lang ersehnte Star Trek-Fortsetzung ist so lang, dass Chris Pine das Projekt bereits als "verflucht" bezeichnete. Hier ein Überblick über die gescheiterten Ansätze:
- Ansatz 1: S.J. Clarkson sollte ein Drehbuch von J.D. Payne und Patrick McKay umsetzen, das die Rückkehr von Chris Hemsworth als George Kirk vorgesehen hätte.
- Ansatz 2: Quentin Tarantino präsentierte eine eigene, potenziell FSK 18-taugliche Idee. Hierfür wurde ein Autorenteam mit Mark L. Smith, Lindsey Beer, Drew Pearce und Megan Amram zusammengestellt.
- Ansatz 3: Noah Hawley, bekannt als Schöpfer von "Fargo", sollte seine eigene Vision als Autor und Regisseur verwirklichen, bis eine neue Paramount-Präsidentin andere Vorstellungen hatte.
- Ansatz 4: Matt Shakman, Regisseur von "WandaVision", übernahm ein Drehbuch von Lindsay Beer und Geneva Robertson-Dworet, das später von Josh Friedman und Cameron Squires überarbeitet wurde. Shakman verließ das Projekt im August 2022.
Die Zukunft der Kelvin-Timeline-Crew und des Projekts Star Trek 4 bleibt ungewiss, doch die jüngsten Entwicklungen deuten auf ein endgültiges Aus hin. Für die treuen Anhänger der Enterprise-Crew ist dies eine bittere Pille nach einer Dekade des Wartens und Hoffens.
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