Die Unterhaltungswelt hat eine wahre Legende verloren. Dame Maggie Smith, die Oscar-prämierte Schauspielerin, bekannt für ihre Rollen als Professorin Minerva McGonagall in der "Harry Potter"-Reihe und als scharfzüngige Violet Crawley in "Downton Abbey", ist im Alter von 89 Jahren verstorben.
Ein herzzerreißender Abschied der Familie
Smiths Söhne, die Schauspieler Chris Larkin und Toby Stephens, gaben den Tod ihrer Mutter mit einer rührenden Erklärung bekannt: "Unsere Mutter ist am frühen Freitagmorgen, den 27. September, friedlich im Krankenhaus eingeschlafen, umgeben von ihren Lieben." Diese Nachricht hat die Unterhaltungsbranche und Fans weltweit in tiefe Trauer gestürzt.
Eine Karriere, die Generationen prägte
Maggie Smiths Schauspielkarriere begann in den 1950er Jahren und erstreckte sich über unglaubliche sieben Jahrzehnte. Ihr Talent blieb nicht unbemerkt – sie gewann zwei Oscar-Preise, den ersten für ihre Hauptrolle in "Die Primeln der Miss Jean Brodie" (1970) und den zweiten für ihre Nebenrolle in "California Suite" (1979). Aber das ist noch nicht alles – Smiths Trophäenschrank beherbergt vier weitere Oscar-Nominierungen und erstaunliche acht BAFTA-Awards.
Von Hogwarts bis Downton: Rollen, die unsere Herzen berührten
Für Millionen weltweit wird Smith für immer Professorin McGonagall bleiben, die strenge, aber liebevolle Hauslehrerin von Gryffindor. Ihre Darstellung der Hexe mit dem spitzen Hut und dem noch spitzeren Verstand brachte J.K. Rowlings Figur in allen acht "Harry Potter"-Filmen lebendig zum Ausdruck.
Doch Smiths Magie beschränkte sich nicht nur auf die Zauberwelt. Als Violet Crawley, die Dowager Countess of Grantham in "Downton Abbey", lieferte sie messerscharfe Einzeiler mit perfektem Timing und wurde zum Fanfavoriten, der ihren Status als Popkultur-Ikone bis in ihre 80er Jahre festigte.
Ein Chamäleon der Bühne und Leinwand
Smiths Vielseitigkeit kannte keine Grenzen. Sie hauchte Shakespeares Desdemona Leben ein, verlieh Virginia Woolfs Worten eine Stimme und brachte Nuancen in Rollen in Filmen wie "Zimmer mit Aussicht" und "Gosford Park". Selbst in ihren späteren Jahren forderte sich Smith weiterhin heraus und spielte sowohl in der Bühnen- als auch in der Filmversion von Alan Bennetts "The Lady in the Van" die Hauptrolle.
Hinter den Kulissen: Maggies Privatleben
Dame Maggie war zweimal verheiratet, zuerst mit dem Schauspieler Robert Stephens (von dem sie sich 1975 scheiden ließ) und dann mit dem Dramatiker Beverley Cross, mit dem sie bis zu seinem Tod 1998 verheiratet blieb. In einem seltenen Interview sprach Smith einmal über die Einsamkeit, die oft mit dem Ruhm einhergeht:
"Ich nutze meine Arbeit, um meinen Geist zu beschäftigen. Ein geschäftiger Tag lässt einen vergessen, warum man allein ist, aber wenn man aufhört, ist da diese ohrenbetäubende Stille."
Ein Vermächtnis, das in Erinnerung bleibt
Als sich die Nachricht von Smiths Tod verbreitete, trafen Beileidsbekundungen von Kollegen und Fans ein. Ihr "Downton Abbey"-Co-Star Hugh Bonneville fasste die Gefühle vieler zusammen:
"Jeder, der mit Maggie die Bühne geteilt hat, war Zeuge ihrer scharfen Beobachtungsgabe, ihres Witzes und ihres außergewöhnlichen Talents. Sie war wirklich eine Legende ihrer Generation und wird glücklicherweise durch ihre vielen brillanten Leinwandauftritte für immer weiterleben."
Dame Maggie Smith hinterlässt nicht nur zwei Söhne und fünf Enkelkinder, sondern auch unzählige Darbietungen, die kommende Generationen weiterhin inspirieren und unterhalten werden.
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