Warum Godzilla physikalisch unmöglich ist: Die Experten-Analyse zeigt, dass die gigantische Kreatur in der realen Welt niemals existieren könnte. Godzilla, das ikonische Riesenmonster der Filmgeschichte, terrorisiert seit über 70 Jahren Kinoleinwände weltweit. Doch wie realistisch wäre die Existenz eines solchen Kaiju in unserer echten Welt? Dieser faszinierenden Frage widmete sich der renommierte Astrophysiker Neil deGrasse Tyson in seinem Podcast StarTalk. Zusammen mit seinem Kollegen Charles Liu kam er zu einem ernüchternden, aber wissenschaftlich fundierten Ergebnis: Die Existenz von Godzilla ist physikalisch unmöglich.
Die physikalischen Grenzen gigantischer Kreaturen
Was macht die Existenz von Godzilla physikalisch unmöglich? Die Wissenschaftler erörterten in ihrer Diskussion verschiedene Aspekte bekannter Sci-Fi-Monster, doch Godzillas größte Herausforderung bleibt seine schiere Größe. Eine Kreatur von solch immensen Dimensionen könnte, so Liu, nicht gleichzeitig so agil sein, wie wir es aus den Filmen kennen. Dies hängt eng mit den Prinzipien der mathematischen Kräfte zusammen, die das Wachstum und die Stabilität von Körpern beeinflussen.
Wenn ein Lebewesen seine Höhe verdoppelt, wächst sein Gesamtvolumen und somit auch seine Masse um den Faktor acht (2 x 2 x 2). Das bedeutet, dass ein doppelt so großes Monster achtfach schwerer wäre. Je größer ein Körper wird, desto drastischer steigt sein Gewicht im Verhältnis zur Tragfähigkeit seiner Struktur. Liu verdeutlicht dies mit einem anschaulichen Beispiel: Wird ein Lebewesen zehnmal so groß, erhöht sich seine Masse um das Tausendfache. Die Querschnittsfläche der tragenden Gliedmaßen, wie etwa der Beine, wächst jedoch nur um den Faktor einhundert.

Um dieses tausendfache Gewicht tragen zu können, müssten die Knochen des Monsters also zehnmal stärker sein, als es die Vergrößerung der Querschnittsfläche allein zuließe. Die Belastbarkeit hängt nämlich nicht vom gesamten Volumen, sondern von der Querschnittsfläche der Muskeln und Knochen ab. Angesichts seines geschätzten Gewichts würde Godzilla physikalisch unmöglich überleben. Alle bekannten Knochenstrukturen würden unter dieser Last zerbrechen, und die Muskeln könnten das immense Gewicht nicht halten.
Statt sich aufrecht zu halten oder gar seinen berühmten Gang zu vollführen, wäre Godzilla nur noch ein formloser Klumpen protoplasmatischen Materials. Selbst die Annahme, dass er durch radioaktive Strahlung gewachsen ist, ändert nichts an dieser physikalischen Realität. Ein weiteres Beispiel liefert der Floh: Obwohl er ein Vielfaches seiner Größe springen kann, würde ein Floh in menschlicher Größe unter seinem eigenen Gewicht kollabieren.
Dinosaurier als Beispiel: Wie Riesen einst existierten
Doch wie konnten dann Dinosaurier, die ebenfalls gigantische Ausmaße annahmen, ihre Körper halten? Der Patagotitan, einer der größten bekannten Dinosaurier, erreichte eine Länge von 37,5 Metern und wog beeindruckende 60 bis 70 Tonnen. Obwohl er damit nicht ganz an die größten Godzilla-Versionen heranreicht, war er doch ein wahrer Koloss. Das Natural History Museum erläutert, dass die Fähigkeit der Dinosaurier, solche Größen zu erreichen, auf verschiedene Theorien und Indizien zurückzuführen ist.
Ein entscheidender Faktor könnte ihre spezielle Körperhaltung gewesen sein. Insbesondere die langhalsigen Sauropoden benötigten keine schnellen Bewegungen und konnten ihre Nahrung bequem von Bäumen fressen. Ihre Knochen waren zudem hohl und mit Luft gefüllt, was das Gesamtgewicht reduzierte, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen. Darüber hinaus besaßen Saurier einen effizienteren Energieverbrauch im Vergleich zu Säugetieren, was ihnen half, ihre riesigen Körper zu versorgen.

Selbst wenn man Godzilla mit diesen beeindruckenden Dinosauriern vergleicht, bleibt seine Größe eine gänzlich andere Dimension. Die kleinste Godzilla-Version aus dem ersten Film maß 50 Meter und soll 20.000 Tonnen gewogen haben. Ein solches Gewicht zu tragen, ist für jedes bekannte Lebewesen physikalisch unmöglich. Ein weiterer interessanter Fakt zu großen Tieren: Blauwale, mit bis zu 180 Tonnen die schwersten Tiere der Welt, können nur im Wasser überleben. Die Auftriebskraft des Wassers unterstützt ihre immense Masse. An Land würde ein Blauwal unter seinem eigenen Gewicht zusammenbrechen.
Die Realität holt das Filmmonster ein
Die wissenschaftliche Analyse von Astrophysikern wie Neil deGrasse Tyson zeigt unmissverständlich: Die Existenz von Godzilla, wie wir sie aus Filmen kennen, ist in der realen Welt physikalisch unmöglich. Obwohl die Vorstellung eines gigantischen Kaiju faszinierend bleibt, setzen die Gesetze der Physik klaren Grenzen. Die gigantische Monster Größe, kombiniert mit den Anforderungen an Bewegung und Stabilität, würde selbst die stärksten Knochen und Muskeln überfordern. Godzilla bleibt somit ein beeindruckendes Produkt der Fantasie, das uns weiterhin in den Kinosälen fesseln wird, aber im Bereich der Kaiju Physik keine reale Chance hätte.
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